Da sind wir nun in einem 1500 Seelen Dorf und leben das italienische Nichtstun: essen, schlafen, sich vor der Sonne verstecken, wieder essen, wieder schlafen,...
Genauer gesagt sieht der typ. Tagesablauf so aus:
1) aufstehen und Frühstücken: einen Espresso ( gut, aber viel zu wenig Kaffee für mich) mit Süßem: Kuchen, Kekse, Crossant,... . Käse, Schinken oder gar ein Ei wird man nicht finden.
2) am Vormittag einen schönen Strand suchen und dann beobachten, wie es zig Andere ebenso machen und sich schön am Strand entlang schlichten. Soweit das Auge reicht nur Sonnenschirme. Unter diesem versucht man sich dann vor der Sonne zu verstecken, dazwischen natürlich die eine oder andere Abkühlung im Wasser.
3) um die Mittagszeit geht's dann ab nach Hause um zu essen. Danach ab in die Horizontale: Siesta ist angesagt.
4) am Nachmittag geht's dann entweder zurück an den Strand oder Verwandte besuchen. Das ist eine schöne Sache, denn anstatt sich vor dem Fernseher zu verkriechen wird fleißig getratscht. Ja, und natürlich auch gegessen und Kaffee (also Espresso) getrunken.
5) Abendessen gibt's erst spät gegen 20 Uhr - und danach wieder mit den Sesseln vor's Haus zum tratschen und Gegend schauen.
Mein italienisch reicht gerade mal aus, um den einen oder anderen Wortfetzen aufzufangen. Mit der Gestikulierung schaffe ich des dann sogar Teilen des Gespräches zu folgen. Oder auch, den calabresischen Dialekt vom Hochitalienisch zu unterscheiden ;-)
Irgendwie haben wir es beide geschafft, uns zu verkühlen. Klimaanlage im Auto sei Dank. Lustig, wenn man sich unter einem Sonnenschirm bei brütender Hitze schnäuzt ;-)
Werde in den nächsten Tagen versuchen, ein paar Fotos einzufangen!