Ich hab mich schon an die neue Normalität gewöhnt. "Die neue Normalität" wird in den Medien gerade als Schimpfwort gebraucht. Gesundheitlich hat Österreich die Pandemie gut weggesteckt: "nur" 579 Todesopfer, die erste Ansteckungswelle hatte den Höhepunkt bereits am 26.3.2020.
Jetzt gilt es die wirtschaftlichen Wunden zu lecken. Viele Geschäfte haben mittlerweile offen, Gastronomie und Tourismus fehlen noch. Kurzarbeit hat viele vor der Arbeitslosigkeit gerettet. Vielen in Kurzarbeit ist aber gar nicht bewusst, das dadurch ihr Arbeitsplatz gesichert wurde. Stattdessen werden Vergleiche zwischen den Kurzarbeitenden gezogen: "wer ist daheim, wer muss schon raus - alle verdienen das gleiche - warum soll ich dann raus?". Für mich nicht nachvollziehbar - aber wahrscheinlich deshalb, weil ich mich mit meiner Arbeit sehr identifiziere und nicht einfach meine Stunden runterdrück.
Zuhause haben wir nach wie vor einen Stundenplan: wer darf arbeitet wann und wer schaut auf die Kleine. Oma und Opa haben wir auch wieder verstärkt im Einsatz. Der Kindergarten wird ab 18.5. wieder "mehr" öffnen - denn geschlossen hatten sie nie: ein Notbetrieb war immer aufrecht.
Zwischenzeitlich haben wir auch alle Bürokästen zusammengeräumt. Mir ist noch ein Rätsel, wo wir das untergebracht haben :-)
Wir müssen uns sehr dankbar schätzen, dass wir im schönen Neustadtl zu Hause sind - mit viel Wiese und Wald um uns. Bei dem schönen Wetter in einer Wohnung gefangen zu sein ist für mich unvorstellbar.
Die nächsten Wochen werden sicher wieder mehr Veränderungen bringen, da die Wirtschaft wieder erwacht. Unser österreichweites Motto: gemeinsam schaffen wir das!