Dienstag, 24. November 2020

Woche 1 des zweiten Lockdown um

Jedem der meint, Hausfrau/-mann zu sein ist ein Zuckerschlecken, wünsche ich einen Lockdown mit einem Kind.
Es klingt so schön, wenn man den ganzen Tag nur spielen kann/soll. Aber mach das mal. Für mich anstrengender als ein 12h Tag in der Arbeit an dem es super stressig zuging. Ich halte das unproduktiv sein nicht aus. Nach einem Tag Hausmann fühle ich mich, als ob ich Hunger mit Schokolade bekämpfen wollte: Magen zwar voll, aber nicht satt - und dennoch irgendwie schlecht. 

Und das obwohl die Zeit mit unserer Kleinen so viel schönes zu bieten hat:
Rutschen, Duplo spielen, basteln, kochen oder auch so unspektakuläre Sachen wie Wanddellen ausmalen. 

Samstag, 7. November 2020

Von der Quarantäne in den Lock-Down Nr. 2

 Kanpp vorbei an der Infektion, aber doch in Quarantäne: Arbeitskollege hatte am Mittwoch 28.10. Abends plötzlich keien Geruchssinn mehr. Da ich am DO und FR ohnehin im Homeoffice war, mal für's erste kein Problem. Am Samstag dann der Anruf der Bezirkshauptmannschafft und schon fuhr ich am Sonntag zur Drive-in Teststation:

"Haben's schon mal getestet" - "Nein" - "Also ich nehme die Testung über die Nase vor: rein in den Rachenraum, drehen und wieder raus. Bei manchen kitzelts, manche empfinden es als unangenehm und manche spüren gar nix" - "Na dann hoff ich mal, das ich zu letzteren gehöre :-)" - "Na sagen wir so: ich spür sicher nix ;-)"

Testung tut nicht wirklich weh - a bissi wie zu tief Nasen bohren. Testergebniss in 12-48h. Gegen 20 Uhr dann auf www.144.at/ergebnis mittels QR-Code: negativ. Auch per Mail uns SMS kam die Info. Quarantäne bleibt trotztdem bis 7.11.. Warum? Weil ich den Virus in mir tragen könnte und er nur zum Testzeitpunkt zu gering war um ihn nachzuweisen. Warum dann das testen? Wenn positiv, werden meine Kontakte auch zum testen gesandt. Soweit, so gut.

Und wie im März auch haben wir wieder einen Stundenplan erzeugt, wer wann arbeiten oder auf VC schauen darf:


Anders als im März ist das Wetter schon kalt. Wir haben aber auch wieder Glück, denn einige Tage mit Sonnenschein sind auch dabei. 







Sonntag, 31. Mai 2020

Wir fahren wieder hoch

Das zu Hause sein wird wieder weniger - wöchentlich bin ich jetzt 2-3x im Büro. Die Kleine ist wieder täglich im Kindergarten und beim Einkaufen haben wir noch die Masken auf.
Jetzt werden alle Gscheiteln munter, die alles besser wissen. Dazu einen guten Post auf Twitterperlen gesehen: Ich glaube lieber Wissenschaftlern die sich irren, als Irren die glauben sie wären Wissenschaftler.
Außwärts Essen waren wir auch schon wieder: Teresa und ich haben letzte Woche einen wunderschönen Abend bei Freddy verbracht. Der genießt die Situation, denn in den 8 Wochen in denen sie geschlossen hatten konnte er so richtig abschalten. Das gelang ihm bei "normalen" Urlauben nie.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Die 8. Corona-Woche ist fast rum

Ich hab mich schon an die neue Normalität gewöhnt. "Die neue Normalität" wird in den Medien gerade als Schimpfwort gebraucht. Gesundheitlich hat Österreich die Pandemie gut weggesteckt: "nur" 579 Todesopfer, die erste Ansteckungswelle hatte den Höhepunkt bereits am 26.3.2020.

Jetzt gilt es die wirtschaftlichen Wunden zu lecken. Viele Geschäfte haben mittlerweile offen, Gastronomie und Tourismus fehlen noch. Kurzarbeit hat viele vor der Arbeitslosigkeit gerettet. Vielen in Kurzarbeit ist aber gar nicht bewusst, das dadurch ihr Arbeitsplatz gesichert wurde. Stattdessen werden Vergleiche zwischen den Kurzarbeitenden gezogen: "wer ist daheim, wer muss schon raus - alle verdienen das gleiche - warum soll ich dann raus?". Für mich nicht nachvollziehbar - aber wahrscheinlich deshalb, weil ich mich mit meiner Arbeit sehr identifiziere und nicht einfach meine Stunden runterdrück.

Zuhause haben wir nach wie vor einen Stundenplan: wer darf arbeitet wann und wer schaut auf die Kleine. Oma und Opa haben wir auch wieder verstärkt im Einsatz. Der Kindergarten wird ab 18.5. wieder "mehr" öffnen - denn geschlossen hatten sie nie: ein Notbetrieb war immer aufrecht.
Zwischenzeitlich haben wir auch alle Bürokästen zusammengeräumt. Mir ist noch ein Rätsel, wo wir das untergebracht haben :-)
Wir müssen uns sehr dankbar schätzen, dass wir im schönen Neustadtl zu Hause sind - mit viel Wiese und Wald um uns. Bei dem schönen Wetter in einer Wohnung gefangen zu sein ist für mich unvorstellbar.

Die nächsten Wochen werden sicher wieder mehr Veränderungen bringen, da die Wirtschaft wieder erwacht. Unser österreichweites Motto: gemeinsam schaffen wir das!


Mittwoch, 15. April 2020

Die 5. Woche im CoVid Zuhause

Schön langsam wird die Abnormalität normal: wir sind immer noch zu Hause und unser Tagesablauf hat sich etwas "normalisiert": Teresa und ich teilen uns die Woche in einem Stundenplan ein: wer wann arbeiten "darf".
Viola ist quitsch vergnügt, weil ja immer jemand bei ihr ist. Oma und Opa haben wir auch ein bisschen für die Kinderbetreuung eingespannt.
Ein "typischer" Tag schaut in etwa so aus:
  • Gegen 6 Uhr steht die Kleine auf - und wir natürlich mit ihr.
  • Oft geht sie dann von ca. 6:30 bis 9:00 Uhr zu Oma und Opa. Manchmal auch nicht, wenn z.B. Oma in der Arbeit ist.
  • Den restlichen Vormittag hat Teresa oder ich die Kleine.
  • Nachmittag ist dann "Schichtwechsel" im "Arbeitsdienst"
Bisher hatten wir mit dem Wetter Glück und konnten viel raus gehen. Natürlich will die Kleine auch ihre regelmäßig gewordenen Video-schaun-Einheiten. Aktuell sind wir total im "Elsa die Eiskönigin" Fieber :-)

Arbeitstechnisch nimmt's schön langsam ab - kein Wunder, sind wir noch immer in Kurzarbeit. Wobei die ersten Partien schon wieder Baustellen anfahren. Mit allen Sicherheitsmaßnahmen wegen Corona: z.B. in einem Mannschafts-Bus mit normalerweise 9 Personen fahren zurzeit nur 3, damit der Sicherheitsabstand von 1m eingehalten werden kann.






Sonntag, 5. April 2020

3 Wochen daheim CoVid19

Die Quarantäne ist zwar schon eine Woche vorbei, wir sind aber immer noch zu Hause. Das Leben in Österreich steht nach wie vor still.
Teresa und ich teilen uns die Woche in Arbeits- und Kinderzeit ein. Meist halbtags.
Oma ist ab dieser Woche wieder im Dienst; Teresa war einmal einkaufen und ich einmal in der Firma weil was kaputt war. 
In der Firma gähnende Lehre, womöglich aber auch weil Samstag war. Der Einkauf danach beim Interspar war gespenstisch mit Mund- und Nasenschutz. Aber dennoch viele Leute.

Montag, 23. März 2020

Eine Woche Quarantäne - CoVid-19 im Jahr 2020

Als am gestrigen Sonntag der ZIB-Moderator meinte, dass ein Viertel der Zeit rum wäre, wurde mir klar: huch, das wird zach.

Bis Oster-Montag soll das Land eingefroren bleiben. Viele Firmen wurden per Gesetzt geschlossen (z.B. Handel) aber vielen Branchen steht's offen weiter zu werken, so auch am Bau. Wie auf Baustellen der Mindestabstand von 1m eingehalten werden soll ist fraglich. Die STRABAG ist vorgeprescht und hat alle 1.000 Baustellen eingestellt. Landsteiner ist auch seit 16.3.2020 im Notbetrieb. Die Reaktionen der Großkunden könnten unterschiedlicher kaum sein.
In der IT machen wir gerade rießen Sprünge vorwärts: HomeOffice haben wir fast für die gesamte Administration eingerichtet - läuft sehr gut. Videokonferenzen haben wir mit TeamViewer erschlagen und auch Microsoft Teams in Umlauf gebracht. Ohne Office 365 geht damit auch schon einiges - in der Administration ist man leider etwas im Blindflug unterwegs.

Zu Hause haben Teresa und ich uns einen Wochenplan überlegt: Viola ist täglich bis 9 Uhr bei Oma und Opa, danach teilen Teresa und ich uns die Woche ein. Leider klappt's bei mir nicht so 100% - in der EDV kommt halt leider auch mal was dazwischen.

Viola nimmt's sportlich, weil ja draußen der Virus ist. Einmal hat sie nach dem Kindergarten gefragt, ansonsten wird sie ja gut Unterhalten: nein, nicht nur Video schauen  sondern auch Höhlen bauen, raus gehen und die Haushaltsarbeiten in Spiele verwandeln. Allerdings ist das für Mama und Papa durchaus anstrengend. Vor allem, weil wir ja gerade so schön Grenzen testen :-D

Mittwoch, 18. März 2020

Quarantäne Tag 3 - CoVid-19 im Jahr 2020

Seit Sonntag 15.3.2020 stehen wir also unter Quarantäne. Oma Waltraud arbeitet in Ardagger, wo ein Infizierter einkaufen war. Im Bescheid der BH steht zwar nix von den Angehörigen, da wir aber täglich mit Mama im Kontakt sind, haben wir uns auch in die "Absonderung" gegeben.

Seit letzen Freitag (den 13.3.2020) haben sich die Ereignisse überschlagen: nachdem der Virus in China eine 11 Mio. Stand (Wuhan) lahm legte hat's Italien ziemlich grauslich erwischt: der Andrang an Intensivstations-Betten war zu hoch, einige starben. Das gemeine am Virus: man ist 5-7 Tage ansteckend, bevor man die ersten Symptome zeigt. Die Krankheit selbst ist für gesunde Erwachsene kein Problem - bei Vorerkrankungen und älteren Leuten sieht's da schon anders aus.

Viola haben wir seit Donnerstag 12.3.2020 vom Kindergarten zu Hause gelassen.

Ich selbst bin auch am Freitag den 13. schon zu Hause geblieben um auf Viola aufzupassen und mir dann ab Nachmittag zu überlegen, wie wir Teleworking für die Firma ausrollen könnten. Es folgte ein arbeitsintensives Wochenende - bei schönstem Wetter brachten wir 30 KollegInnen Remote in die Firma.

Für zu Hause haben wir uns einen Stundenplan zurecht gelegt: wer darf wann arbeiten, muss wann kochen und schaut wann auf Viola. In der Früh kommt sie von ca. 6.30 Uhr bis 9:30 Uhr zu Oma und Opa. Danach schaut mal Teresa, mal ich auf die Kleine. Für mich ist das doch sehr Kräfte raubend, weil das Firmentelefon auch in der Kinderbetreuungs-Zeit läutet. Gott sei Dank hab ich einen so fleißigen Kollegen, der mir so vieles abnimmt.

Wir telefonieren täglich mehrmals für viele Minuten (wenn nicht Stunden) mit Ybbssitz. Jana ist natürlich auch zu Hause und sehnt sich genauso wie Viola nach Gesellschaft. Also läuft das iPad fast ununterbrochen - auch wenn die beiden grad nicht im Bild sind.
Der innerfamiliäre Kontakt auch mit Wien ist zurzeit um vieles höher, was eigentlich sehr schön ist.

Im Hinterkopf hab ich aber die Gewitterwolken, die über die Wirtschaft aufziehen. Denn viele Branchen sind gestoppt, auch Landsteiner hat geschlossen. Kurzarbeit wird's geben, das wird auch finanzielle Einbußen nach sich ziehen. Ein Kollege meinte, dass uns das wohl noch laaaaange beschäftigen wird, er schätzt, dass es 3 Jahre dauern wird, ehe alles wieder so ist wie vorher. Die Frage ist, ob wir's wieder genauso haben wollen wie vorher :-)